Das dezentrale soziale Open-Source Netz Diaspora
Diaspora: Personally Controlled, Do-It-All, Distributed Open-Source Social Network from daniel grippi on Vimeo.
Vier gegen Facebook titelt die Süddeutsche über ein Projekt, das Studenten des Courant-Institutes der New York University ins Leben riefen. An sich wäre ein weiteres soziales Netzwerk nichts neues, doch die Begleitumstände belohnen den näheren Blick.
Erstens ist der Ansatz ungewöhnlich, zweitens die Finanzierung. Anstatt wie viele andere loszulegen und auf halber Strecke den Finanzdurst per Venture Capital zu stillen (und somit gleich in eine gewisse Abhängigkeit zu geraten), entschieden sie sich für den Crowdfunding-Ansatz. Als Ziel setzten sie sich 10.000 Dollar und wählten die dafür bekannte Plattform kickstarter. Das Ergebnis überrascht nachhaltig und dürfte als Vorlage für weitere Projekte herhalten:
Das Projekt an sich erreicht man über die entsprechende Seite, sie bietet jedoch noch keine Social Networking Funktionen. Vielmehr soll in diesem Sommer der Entwicklungsprozess starten. Der verfolgte Ansatz wirkt elegant. Alle Daten des Netzes bleiben dezentral beim jeweiligen Benutzer, als Vorbild dienen P2P-Netze wie sie für das Filesharing benutzt werden. Einem der größten Kritikpunkte der sozialen Netze, dem mangelhaften Datenschutz, beugt man so bereits von vornherein vor.
Wenn die Studenten ähnlich clever entwickeln, wie sie Geld einsammeln können, dürften die etablierten soziale Netzwerke eine ernsthafte Konkurrenz bekommen. Das wird man nach dem Sommer beurteilen.










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