Die EU zieht gegen Cookies ins Feld

Dieses Bild oder ähnliche Warnmeldungen dürften gemäß der beschlossenen Directive 2002/22/EC, 2002/58/EC und Regulation (EC) 2006/2004 der EU bald zum Standard gehören, wenn man als Benutzer auf eine Cookie-setzende Seite gelangt. Der auf einen Vorschlag der tschechischen Ratspräsidentenschaft zurückgehende Entwurf im Rahmen des sog. "Telekom"-Paketes soll binnen 18 Monaten in der EU-Zone umgesetzt werden. Folglich muss in dieser Zeit auch in Deutschland eine Gesetzesgrundlage zur Durchsetzung entstehen. Nach gängiger Lesart soll die Verwendung von Cookies an ein sogenanntes Opt-In-Verfahren gekoppelt werden. Was heißt das in der Praxis? Der Webseitenbetreiber muss den Nutzer aktiv fragen, bzw. einen Hinweis einblenden, dass die Seite ein Cookie verwendet und ihn entscheiden lassen, ob er dem zustimmt. Dies dürfte einige technisch weniger affine Surfer eher verunsichern. Da kaum ein moderne Seite heutzutage ohne Cookies auskommt (Sessionverwaltung, Warenkörbe usw.), erwarten einige Experten eine Flut von Warnhinweisen, die wiederum Werbefachleute und Webdesigner verärgern wird. Die Auswirkungen auf das fast nur auf Cookies basierende Geschäftsfeld des Affiliate-Marketings dürften deutlich ausfallen. Da im Entwurf derzeit nur Cookies im herkömmlichen Sinne definiert wurden, scheinen sich einige Anbieter nach Alternativen, wie etwa Local Shared Objects, umszusehen. Was als Schutz der Verbraucher geplant wurde, könnte sich zu etwas sehr Nervigem entwickeln. Bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung in den Mitgliedsstaaten konkret gestaltet wird.









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