Google AdSense und Partnerprogramme - neuer Klickbetrug in sozialen Netzen

(Quelle: Fakegenerator)
Ausgehend von diesem recht beunruhigendem Artikel, in dem behauptet wird, daß sich in sozialen Netzen Gruppen zusammenfinden, um gemeinsam durch provozierte Klicks ihre Werbeeinnahmen bei Google AdSense und Partnerprogrammen künstlich in die Höhe zu treiben, einer neuen Form des alten Tatbestandes des Klickbetrugs, stellte ich eigene Nachforschungen an.
Eines vorweg, die verdächtigen Gruppen scheinen keinerlei Skrupel in ihrer Vorgehensweise zu haben. In einem der größten sozialen Netze Deutschlands wurde ich innerhalb von Sekunden fündig und meldete mich kurzerhand dort als Mitglied an.
Die dort geposteten Meldungen widersprechen auf jeden Fall den Richtlinien des Google AdSense-Programmes deutlich - Part Aufforderung zum Klicken auf Anzeigen - hier fünf der unzähligen Beispiele:
Beispiel 1

Beispiel 2

Beispiel 3

Beispiel 4

Beispiel 5

Was mich verwundert, ist die absolute Selbstverständlichkeit, mit der in diesen Gruppen Links zu den Blogs und MFA-Seiten gepostet werden, die vornehmlich bei Freehostern wie Blogspot und blogger.com (zum Google-Konzern gehörend!) und anderen etabliert wurden. Anscheinend befürchten die Mitglieder der Gruppen nicht, entdeckt zu werden. In jeder Google AdSense-Anzeige ist die jeweilige Publisher-ID enthalten und der Urheber des Betrugsversuches eigentlich zweifelsfrei identifizierbar. Weiterhin verwunderlich, wenn soviele Leute die Anzeigen mit Klicks überhäufen, dürfte der interne Filter von Google AdSense Klicks deutlich über "Normalniveau" verzeichnen, gemeinhin gilt eine Klickrate von ca. 3% im Verhältnis zu den Pageimpressions als "natürlich" und "ungefährlich" bei Manipulationsversuchen. Halbwegs zu erklären ist das Vorgehen, wenn man Partnerprogramme "bedient", die nach Impressions vergüten - siehe Beispiel drei. Der interessante Teil der Manipulation findet über den Weg der privaten Nachrichten statt, hier wird deutlich, dass einige Mitglieder professionell handeln und die Klickraten und Ziele sehr genau vorgeben - eben um eventuellen Sperren durch zu offensichtliche Manipulationsversuche zu verhindern.
Nachdem Debakel um die Klage wegen Klickbetrügerein im Jahre 2006 dürfte Google den Mitgliedern solcher Gruppen eigentlich nicht viel Zeit geben, sich besser andere Einnahmequellen zu suchen. Ob diese Vorgänge in irgendeiner Weise mit der Sperrung von diversen Google AdWords-Konten zu Affiliate-Zwecken zusammenhängen, scheint fraglich. Die recht eigenwillige Sperrpolitik des Konzerns bei Google AdSense-Konten und das Einfrieren der jeweligen Erlöse ruft regelmäßig Geschädigte auf den Plan, die sich in den Foren austauschen. Wirkliche Klarheit über die Vorgehensweise des Konzerns gegen diese Vorgänge kann durch die lapidaren Begründungen in vorgefertigten E-Mailtexten und die eher mangelhafte Auskunftsbereitschaft in diesen Belangen gepaart mit der bisher sehr dürftigen Informationspolitik nicht erlangt werden.









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