LinuxTag Berlin - Best of 2011

 

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Tag 1

Am Tag 1 der Konferenz landete ich zunächst bei den Androiden (CI) und lernte etwas über die Schwierigkeiten der Android-Programmierung aufgrund der inzwischen recht bunten Hardwarelandschaft. Insbesondere die unterschiedlichen Auflösungen, Farbtiefen und Interpretationen der Befehle auf Herstellerreleases (z.B. landen Zugriffe auf /mnt/sdcard bei einem Samsung Galaxy S immer auf der internen Karte und nicht auf der SD-Karte) erschweren  die deviceneutrale Programmerstellung. Auswege mittels automatischer Tests wies Christoph Jerolimov auf.

 

Jan Ehrhardt Behaviour Driven Development LinuxTag 2011

Jan Ehrhardt Behaviour Driven Development LinuxTag 2011

Jan Ehrhardt zeigte recht anschaulich, wie eine Test getriebene Entwicklung durch Realisation per Behaviour Driven Development abläuft und durch Java basierte Frameworks realisiert werden kann.

Tag 2

Peer Heinlein argumentierte anschaulich die Vorteile des Shootingstars der IMAP-Server Dovecot. Insbesondere die praktischen Tipps zum Umgang und zum Auslagern der Log- und Indexdateien auf eine SSD und/oder Arbeitsspeicher kamen beim Publikum gut an.
 

Stand der Drupal User Group Berlin

Stand der Drupal User Group Berlin

Der Beitrag Enterprise Monitoring von Bernd Erk wies die deutlichen Vorteile von Icinga, einem Nagios-Fork, gegenüber anderen Monitoring-Lösungen auf. Die moderne, auf ExtJS basierende Oberfläche wirkt durchdacht. Incinga Software wird demnächst auch auf der ISS ihren Dienst verrichten.

Tag 3

Rainer Jung zeigte Neues von Apache Webserver 2.4 ante portas. Hier dürfte eine wesentliche Neuerung das default Event MPM sein. Die Ausführungen zur Problematik der mehrfachen parallelen Verbindungen durch AJAX, der ausufernden HTTP-Tunnelung und dem Konflikt zur RFC 2616 wiesen vorhandene Flaschenhälse bei Server-Client-Verbindungen anschaulich auf.
 

Eagleboard steuert 6 Monitore in HD

Eagleboard steuert 6 Monitore in HD

 

Apache Cassandra (Entwicklung von Facebook) - Einführung und Erfahrungen mit Mikio Braun updatete mich auf einen Stand, wie heute NoSQL-Datenbanken funktionieren und welche Probleme bei ihrem Einsatz zu erwarten sind. Die Erörterungen zum Brewer's CAP Theorem stimmten nachdenklich...

Tag 4

Der Tag begann mit den Part Time Scientists, die es sich das ehrgeizige Ziel setzten, 2013 einen in Eigenentwicklung geschaffenen Roboter auf dem Mond fahren zu lassen. Mit dem Einsatz keramikbeschichteter FPGA-Schaltkreise und mehrfach redundanter, gegenseitig überwachender Baugruppen betritt der Roboter konzeptionell Neuland. Man darf gespannt sein.
 

IBM Linux Enterprise Server

IBM Linux Enterprise Server

Den Spruch des Tages prägte Karl-Heinz-Strassemeyer (IBM Deutschland Entwicklung GmbH) in der kurzfristig umorganisierten Keynote mit dem Zitat:

"Jeder Baum ist intelligenter als Wirtschaftswissenschaftler, er weiß, dass er nicht in den Himmel wachsen kann."

Nachvollziehbar zeigte er mit Christoph Hellwig (LST e.V.) klar die Vorteile der Open Source Entwicklung auf, und welche Diskrepanzen bei heutiger Entwicklungsarbeit entstehen können. Insbesondere kommerzielle Softwarelösungen im Closed Source Bereich unterliegen meist nicht den qualitativen Zwängen, wie sie schon aus eigenem Antrieb entstehen würden, wenn der Code des Entwicklers öffentlich zugänglich bewertet werden kann.

 

Zum Abschluss zeigte Héctor Martín, was man mit seinem Projekt Openlase und Bauteilen für 250 Euro anstellen kann:
 

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